Mallorca

Eine Insel, die mehr als Sonne, Strand und Party zu bieten hat!

Ich möchte Ihnen auf den nächsten Seiten meine wundervollen Lieblingsstrände vorstellen und über abwechslungsreiche Wanderungen berichten, aber zugleich Palma mit dem Ausgehviertel und der Kathedrale niemandem vorenthalten. Schon während des Anflugs auf Mallorca ist mein Blick auf die Kathedrale gerichtet – wirklich ein sehr beeindruckendes Bauwerk, das über eine bewegte Vergangenheit verfügt.

CATEDRAL DE MALLORCA, PALMA

Über 300 Jahre dauerte es, bis dieser außergewöhnliche Bischofssitz eingeweiht werden konnte. Und entsprechend beeindruckend ist sie auch, die „Kathedrale des Lichts“: Bis zu 44 Meter ist das Gewölbe hoch, 110 Meter lang und 33 Meter breit. Auf 6600 Quadratmetern ist hier Platz für 18000 Menschen. Berühmt ist das Rosettenfenster über dem Chor mit über zwölf Metern Durchmesser. Nicht weniger als 1236 Glasteile wurden dabei in mühevoller Kleinarbeit zusammengesetzt. Weitere Rosetten sowie 55 kunstvoll gestaltete Glasfenster tauchen das Innere in ein mystisches Licht. Am Neujahrstag 1230 legte der katalanische König Jaume I. auf den Fundamenten der damaligen Moschee den Grundstein für die Kathedrale. Die Arbeiten wurden dann unter König Jaume II. weitergeführt. Im Jahr 1587 wurde der Schlussstein für die Rundbögen eingebaut, das Hauptportal wurde erst nach 1600 fertiggestellt. Im Jahr 1851 zerstörte ein Erdbeben Teile des Gebäudes, die Fassade der Kathedrale war einsturzgefährdet und der Architekt Juan Bautista Peyronnet wurde mit der Neugestaltung
beauftragt. Er restaurierte das Bauwerk im neugotischen Stil, was bei den Auftraggebern sehr umstritten war, deshalb wurde Antoni Gaudí mit der Reformierung im ursprünglichen gotischen Stil beauftragt. Auch Mallorcas bekanntester zeitgenössischer Künstler Miquel Barceló aus Felanitx verewigte sich hier, indem er die Kapelle des Allerheiligsten im rechten Seitenschiff mit einem Keramikrelief neu gestaltete, das „Die wundersame Vermehrung von Brot und Fisch“ und „Die Hochzeit zu Kana“ aus dem Neuen Testament zeigt. Wie eine Felsgrotte wirkt hingegen die Kapelle mit Meeresgetier aus den Gewässern Mallorcas. Nach so viel trockenen Informationen zur Geschichte der Kathedrale geht es gleich weiter nach Llonja, dem „Ausgehviertel“ Palmas.

LA LLONJA, PALMA

Das Viertel zwischen dem Paseo de Borne und dem Museu Es Baluard hat – vor und nach Corona – zwei Gesichter: das der Nacht und das des Tags. Nachts ist „die Llonja“ das Ausgehviertel schlechthin – zwischen der Carrer dels Apuntadors und der Carrer de la Llotja drängen sich Dutzende Bars und Restaurants aneinander und buhlen um die Heerscharen hungriger und durstiger Gäste aus aller Herren Länder. Einheimische kommen zwar auch hierher, aber erst zu vorgerückter Stunde. In den engen, jahrhundertealten Gassen der Llonja lässt sich viel entdecken. Auch tagsüber – dann stehen die Designerund Modegeschäfte, Galerien und ein paar Sehenswürdigkeiten wie die alte Handelsbörse im Mittelpunkt des Interesses.

Lesen Sie weiter im aktuellen Heft der REISEfieber!